Gemeinsam gegen Ängste

Ängste sind sinnvoll

Auch wenn es sich seltsam anhört, ohne Angst würde es uns schlecht ergehen.

Unsere Vorfahren wären wohl schon vom Säbelzahntiger gefressen worden oder eine Klippe hinunter gestürzt. Aber auch heute haben unsere Ängste den Sinn und Zweck, uns vor Gefahren zu schützen, z.B. im Strassenverkehr oder wenn man neue Leute kennen lernt.

 

Was ist eine Angststörung?

Bei einer Angststörung ist der Betroffene in seinem Alltag so sehr von seiner Angst gestört, daß er manche Dinge nicht mehr tun kann. Man bezeichnet eine solche Angst aber erst dann als krankhaft, wenn sie mit der Zeit zunimmt oder wenn der Erkrankte es alleine nicht schafft, diese Angst zu überwinden.

Eine Angststörung, die schon lange Zeit besteht, verursacht meist den Rückzug aus dem sozialen und öffentlichen Leben. Dinge, Personen oder Orte werden gemieden, Kontakte zu anderen Menschen verkümmern.

Bis zu 20% der deutschen Bevölkerung leiden unter einer so heftigen Angst, daß man sie eigentlich behandeln sollte. Leider tun das aber nicht alle, sie leben mit der Angst und ihren Folgen.

Frauen sind übrigens anfälliger für eine Angststörung als Männer.

 

Die Ursachen der Angst

Möglich sind verschiedene Ursachen:
Im Laufe seines Lebens kommt jeder von uns immer wieder in Situationen, die uns in innere Konflikte bringen. Gesucht wird also eine Lösung, die meist eine Art Kompromiss bedeutet. Gelingt dieser Kompromiss nicht, so verursacht dies Ängste, besonders dann, wenn der Betroffene nie gelernt hat, mit solchen Ängsten umzugehen. Solche Situationen überfordern die Betroffenen, manchmal treten uralte, als Kind erworbene Ängste wieder auf.

Eine weitere Ursache kann ein “Erlernen” der Angst sein.
Das bedeutet, daß in einer eigentlich normalen und sicheren Situation plötzlich etwas eintritt, was dem Betroffenen Angst einflößt. Ein Beispiel wäre ein Flug in einer Linienmaschine, der eigentlich als angenehm empfunden wird. Plötzlich treten Turbulenzen auf. Mit dem Angenehmen ist es dann vorbei, der Betroffene lernt, daß eigentlich jeder Flug so enden könnte. Natürlich könnte man jetzt sagen: Na dann soll er sich doch in den nächsten Flieger setzten, dann wird er sehen, daß das eine Ausnahme war. Das Problem ist nur, daß er das nicht machen wird. Er hat Angst! Schon alleine der Gedanke daran verursacht ein so großes Angstgefühl, daß er sich mit allen Mitteln dagegen wehren wird.

Dieses Beispiel kann man natürlich auf alle anderen Bereiche ausweiten. Wer als Kind von einem Hund gebissen oder von einer Katze gekratzt wurde, wird diese Tiere möglicherweise im Laufe des restlichen Lebens meiden.

Und schließlich gibt es noch körperliche Ursachen für eine Angststörung.
Das autonome Nervensystem regelt viele Prozesse in unserem Körper, unter anderem auch das Herz und die Atmung.

So kann es also passieren, daß jemand ein so empfindliches Nervenkostüm hat, daß er schon kleinste Unregelmäßigkeiten als bedrohlich empfindet. Ein solch schwaches Nervenkostüm kann übrigens auch weitervererbt werden.

 

Angststörungen – Die Symptome

Verschiedene Arten der Angststörungen
Man unterscheidet im allgemeinen zwischen einer ungerichteten und einer gerichteten Angst. Die gerichtete Angst tritt in speziellen Situationen auf oder durch bestimmte Objekte.

Die sogenannten ungerichteten Ängste haben im Gegensatz dazu keine bestimmten Auslöser.

Die gerichtete Angst
Die gerichtete Angst wird weiter unterschieden in:
Agoraphobie
– Soziale Phobie
– Spezifische Phobie – eine Angst, die sich auf bestimmte Situationen, Orte, Objekte oder Tiere bezieht

Die ungerichtete Angst
– Hierzu gehört die Panikstörung, welche sich durch eine plötzliche und episodenartige Angst äußert
– Die generalisierte Angststörung, die eine andauernde Angst verursacht

 

Wie ich therapiere

Weil in den meisten Fällen eine ungünstig abgespeicherte Erfahrung der Ursprung einer Angststörung ist, setze ich auch genau bei diesem Punkt an.

Ob in der Gesprächstherapie oder unter begleitender Hypnose, die Erinnerungen an die betreffenden Gefühle werden heraus gefiltert und mit neuen Bedeutungen versehen.

Dies geschieht entweder in sensu, also lediglich in Ihrer Vorstellung oder in vivo, als reale Anforderung die durch mich begleitet wird.

Eine ev. notwendige medikamentöse Unterstützung wird mit Ihnen besprochen. Verordnungen darf von mir allerdings nicht gegeben werden, dies hat dann ggf. vom Hausarzt oder zuständigen Psychiater zu erfolgen.

 

Haben Sie noch Fragen? Hier stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.