Tiefenentspannung mit Hypnose

Die Hypnose ist allgemein als klassisches Entspannungsverfahren anerkannt. Sie erlaubt es, den Klienten in einen sehr tiefen Entspannungszustand zu führen, in dem er sich regenerieren und neue Kräfte schöpfen kann. Im Altertum war die Hypnose auch als “Heilschlaf” bekannt und wurde zur Behandlung vieler verschiedener Erkrankungen eingesetzt.

Man geht davon aus, dass der hypnotische Zustand selbst schon dabei hilft, im Körper eine Vielzahl Heilungsbegünstigender Wirkungen hervorzurufen. Es wird häufig beobachtet, dass nach einer reinen Entspannungssitzung ohne therapeutische Suggestionen Schmerzen zurückgehen, Wunden besser heilen und sogar Infektionskrankheiten vom Immunsystem erfolgreicher bekämpft werden können.

Die dahinter stehende Theorie ist, dass der Körper in einem tiefen Entspannungszustand von Störungen, die der alltägliche Wachzustand mit sich bringt befreit ist und sich ganz auf die Regeneration konzentrieren kann. Die Beruhigung des vegetativen Nervensystems führt zu einer Leistungssteigerung des Immunsystems. Da in diesem Zustand weniger oder keine Stresshormone produziert werden, die eine Heilung hemmen können, hat der Körper darin die Gelegenheit, “Reparaturen” zu erledigen, von denen er ansonsten förmlich abgehalten und abgelenkt wurde.

Selbstverständlich wirkt sich die Tiefenentspannung auch positiv auf die Muskulatur aus. Oftmals lösen sich hartnäckige Verspannungen ganz von selbst und in vielen Fällen konnte auch eine bessere Beweglichkeit der Wirbelsäule erzielt werden. In diesem Rahmen lässt sich die Hypnose auch hervorragend mit der Physiotherapie oder der Osteopathie kombinieren – auch manuelle Eingriffe sind im Tiefenentspannungszustand leichter durchführbar.

 

Tiefenentspannung mit Hypnose ist Messbar

Entspannung ist für die meisten Menschen ein sehr subjektives Gefühl. Oft wird Entspannung stark mit “Wohlbefinden” asoziiert und Situationen werden wenn Sie in einem angenehmen Umfeld stattfinden als entspannend empfunden obwohl sie es nicht oder nur teilweise sind.

Eine Schwierigkeit bei der Klassifizierung von Entspannung ist, dass der Mensch sie nicht sehr differenziert zu verspüren vermag. Man kann sich z.B. entspannt fühlen obwohl noch einige Muskeln angespannt sind, andererseits kann die Muskulatur komplett entspannt sein und dabei das vegetative Nervensystem noch unter voller Anspannung weiterarbeiten.

Viele Menschen spüren es auch nicht, wenn ihr Körper entspannt, da Entspannung nicht unbedingt ein direkt wahrnehmbares Gefühl mit sich bringen muss.

Um die Tiefenentspannungswirkung der Hypnose zu messen, kann man verschiedene medizinische Messgeräte verwenden, um hypnotische Entspannungsanwendungen zu überprüfen und zu optimieren.

Bei solchen Messungen stellt sich häufig heraus, dass Probanden schon nach ca. 25% Entspannung glauben, das persönliche Entspannungs-Maximum erreicht zu haben und die restlichen 75% (die durch die Messungen eindeutig belegbar sind) gar nicht mehr wahrnehmen.
Weiß man also zu wenig um die wesentlichen Abläufe von Entspannungsanwendungen, besteht das Risiko, sie zu früh zu beenden oder aufgrund einer Fehleinschätzung des Klienten falsch auszuführen (was sich für den Klienten zwar angenehm anfühlen kann, aber nicht die erwünschte Wirkung mit sich bringt).

Auf diese Weise lässt sich mit der Hypnose einer der intensivsten nicht-medikamentösen Tiefenentspannungseffekte überhaut erzielen.